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Parodontologie
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Parodontologie 23 (2012), Nr. 2     29. Mai 2012
Parodontologie 23 (2012), Nr. 2  (29.05.2012)

Seite 129-136


Parodontitis - eine lebensbedrohliche Entzündung?
Dörfer, Christof
In der Literatur sind klare Assoziationen zwischen Parodontitis und einer erhöhten Mortalität beschrieben. Dies bedeutet jedoch nicht zwingend, dass Parodontitis die Ursache für eine verkürzte Lebenserwartung ist. Unter bestimmten Bedingungen und bei Patienten mit einem erhöhten Endokarditisrisiko, kann eine unbehandelte Parodontitis zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, weil Entzündungen des Zahnhalteapparats die Frequenz von Bakteriämien im Alltag erhöht. Da gezeigt werden konnte, dass eine erfolgreiche und nachhaltige Parodontitistherapie das Ausmaß und die Häufigkeit von Bakteriämien senkt, ist dies eine effektive Maßnahme, um das Endokarditisrisiko bei gefährdeten Patienten zu senken. Parodontitis ist eine eigenständige und behandelbare Erkrankung. Ihre Behandlung erfordert keine Rechtfertigung. Unter bestimmten Bedingungen mag eine Parodontitistherapie über den lokalen Effekt hinaus einen Beitrag zur Allgemeingesundheit leisten, dieser ist jedoch nicht vorhersehbar. Aufgrund der derzeitigen Datenlage sollte Parodontitis daher nicht als lebensbedrohliche Erkrankung kommuniziert werden.

Schlagwörter: Parodontitis, Mortalität, Bakteriämie, Endokarditis, Risiko
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