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Parodontologie
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Parodontologie 22 (2011), Nr. 4     23. Dez. 2011
Parodontologie 22 (2011), Nr. 4  (23.12.2011)

Seite 369-380


Prävalenz von Sondierungsbluten
Kohortenstudie an einer Spezialklinik für Parodontologie
Farina, Roberto / Scapoli, Chiara / Carrieri, Alberto / Guarnelli, Maria Elena / Trombelli, Leonardo
Zielsetzung: Untersuchung der Prävalenz und Verteilung von Sondierungsbluten (BOP = bleeding on probing) bei Patienten mit Parodontopathien. Untersuchung des Einflusses von patientenbezogenen Parametern auf die individuelle Variabilität von BOP. Beschreibung von zwei Teilgruppen von Patienten mit signifikant unterschiedlichem BOP-Wert. Material und Methode: 601 Patienten wurden in die retrospektive Untersuchung einbezogen. Der Prozentanteil der Messpunkte mit BOP wurde für das Gesamtgebiss (%BOPtotal), wie für verschiedene Unterbereiche des Gebisses berechnet. Außerdem wurde der mögliche Einfluss von patientenbezogenen Faktoren auf die interindividuelle Variabilität von %BOPtotal bewertet. Es wurden zwei Teilgruppen von Patienten mit geringem beziehungsweise starkem Sondierungsbluten, also niedrigem beziehungsweise hohem Median für %BOPtotal, definiert (unteres und oberes Quartil). Ergebnisse: Der Median für %BOPtotal lag bei 26,4 %. 99 % der Studienpopulation wiesen mindestens eine Messstelle mit BOP auf. Für %BOPtotal gab es positive Korrelationen mit dem Alter der Patienten und mit einer Sondierungstiefe (ST) >= 5 mm; BOP trat signifikant häufiger bei Messpunkten im Unter- als im Oberkiefer, im Seiten- als im Frontzahnbereich, an interproximalen als an oralen/bukkalen Messstellen sowie an Messstellen mit ST >= 5 mm gegenüber solchen mit ST <= 4 mm auf. Patienten mit geringem und mit starkem Sondierungsbluten unterschieden sich signifikant hinsichtlich %BOPtotal und BOP bei Messpunkten mit ST <= 4 und ST >= 5 mm, jedoch nicht hinsichtlich Geschlecht, Nikotinstatus, Zigarettenkonsum, Diabetes oder Messpunkten mit ST >= 5 mm. Schlussfolgerungen: Die Prävalenz und Variabilität von BOP war von Patient zu Patient und von Kieferbereich zu Kieferbereich hoch. Patienten- und ortsspezifische Faktoren (Alter, Zahl der Parodontaltaschen, Sondierungstiefe, Zahntyp, relative Position der Messpunkte) scheinen für die Variabilität von BOP teilweise mitverantwortlich zu sein. Patienten mit geringem und mit starkem BOP unterschieden sich nicht signifikant hinsichtlich der untersuchten Parameter mit potenziellem Vorhersagewert.

Schlagwörter: Sondierungsbluten, Gingivitis, Parodontopathie
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