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Parodontologie
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Parodontologie 21 (2010), Nr. 3     27. Aug. 2010
Parodontologie 21 (2010), Nr. 3  (27.08.2010)

Seite 237-250


Effizienz einer subgingivalen niedrigabrasiven Glycin-Pulverstrahlbehandlung im Rahmen der nichtchirurgischen Parodontitistherapie
Eine prospektive, randomisierte, klinisch kontrollierte, einfach verblindete Multicenterstudie
Bungart, Ingo / Bucur, Catalin / Sandig, Klaus-Robert / Schwanebeck, Uta / Hoffmann, Thomas
Das Hauptziel der parodontalen Therapie ist die Prävention bzw. Beseitigung der Infektion und der hierdurch bedingten Entzündungsreaktion. Im Vordergrund steht dabei die drastische Reduktion oder Elimination der krankheitsverursachenden Noxen, in diesem Fall der Bakterien bzw. des Biofi lms. Eine neue ergänzende Möglichkeit in der geschlossenen Parodontaltherapie liegt in der Nutzung von speziell entwickelten Luft-Pulver-Wasserstrahlgeräten unter Verwendung eines Glycinpulvers. Ziel war es, die Effi zienz einer subgingival angewandten niedrigabrasiven Glycin-Pulverstrahlbehandlung im Rahmen der nichtchirurgischen Parodontitistherapie über einen Sechsmonatszeitraum zu prüfen. An der randomisierten, klinisch kontrollierten, einfach verblindeten Multicenterstudie im Parallelgruppendesign zur Effi zienzprüfung einer niedrigabrasiven Glycin-Pulverstrahlbehandlung im Rahmen der nichtchirurgischen Parodontitistherapie nahmen 52 Patienten teil. In der Testgruppe (n = 26) wurde die Parodontitistherapie mit subgingivaler Anwendung eines niedrigabrasiven Glycin-Pulverstrahls kombiniert, in der Kontrollgruppe erfolgte ausschließlich subgingivales Debridement mittels Handinstrumentierung. Hauptzielgrößen waren Sondierungstiefen (ST) und Sondierungsbluten (BOP), die zur Ausgangssituation, nach sechs, zwölf und 24 Wochen erhoben wurden. Nebenzielgröße war die semiquantitative Keimanalyse zur Ausgangssituation und nach zwölf Wochen. Nach zwölf und 24 Wochen erfolgte eine professionelle Zahnreinigung (PZR) in der Test- und Kontrollgruppe. Die statistische Prüfung erfolgte mit dem Chi-Quadrat-, dem Levene-Test, dem Likelihood-Quotienten. Bei den Sondierungstiefen kam es in der Testgruppe innerhalb der ersten drei Monate zu einer kurzfristig deutlicheren Reduktion der gemessenen Werte. Gleiches gilt für den Parameter "Sondierungsbluten". Die mikrobiologische Keimanalyse bestätigte diese Tendenz. Sowohl bei der Untersuchung der Einzelkeime als auch bei der Gesamtkeimmenge resultierte in der Testgruppe eine größere Keimelimination als in der Kontrollgruppe. Allerdings zeigte die statistische Analyse keine signifikanten Unterschiede zwischen der Test- und der Kontrollgruppe über den untersuchten Zeitraum. Die kurzfristige, tendenziell deutlichere Reduktion der Sondierungstiefen sowie von Sondierungsblutung und Keimbelastung nach drei Monaten im Vergleich von Test- und Kontrollgruppe wurde auch nach sechs Monaten statistisch nicht verifi ziert und ist an größeren Populationen zu prüfen.

Schlagwörter: Niedrigabrasive Glycin-Pulverstrahltechnik, klinische Studie, Sondierungstiefe, Sondierungsblutung, Parodontitistherapie
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