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Parodontologie
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Parodontologie 21 (2010), Nr. 2     25. Mai 2010
Parodontologie 21 (2010), Nr. 2  (25.05.2010)

Seite 165-175


Luftemphyseme im Rahmen der Parodontitistherapie
Eine Fallserie mit kritischer Literaturübersicht
Petersilka, Gregor / Panitz, Wolfgang / Weresch, Rainer / Eichinger, Manuel / Kern, Ulrich
Zervikofaziale Luftemphyseme sind selten auftretende, unerwünschte Ereignisse, die im Rahmen der Diagnostik und Therapie von Parodontalerkrankungen hervorgerufen werden können. Es werden vier Fälle von Luftemphysemen beschrieben: Die erste Kasuistik zeigt ein Luftemphysem nach parodontaler Befundung. Als Auslöser wird hier die Luft-Wasser-Spritze der zahnärztlichen Einheit vermutet. In den anderen Fällen werden Luftemphyseme nach Anwendung der niedrigabrasiven Glycin-Pulverstrahltechnik dokumentiert. Alle beschriebenen Emphyseme klangen jedoch ohne weitere Therapie innerhalb von einem bis fünf Tagen folgenlos ab. Die Literaturübersicht zum Thema zeigt, dass trotz der meist unkritischen Ausheilung dem richtigen postoperativen Umgang mit den Luftemphysemen eine große Bedeutung zukommt: Differenzialdiagnostisch müssen zum Beispiel Allergien, Hämatome oder Angioödeme ausgeschlossen werden. Durch die potenziell lange Latenzzeit von bis zu mehreren Tagen zwischen dem Auftreten des Luftemphysems und den - wenn auch äußerst selten beschriebenen - schweren Luftemphysem-Folgeerscheinungen, wie Pneumomediastinum oder neuralen Kompressionen, ist die adäquate Aufklärung des Patienten entscheidend für den fachgerechten Umgang mit dieser Komplikation. Die prophylaktische Gabe einer Antibiose zur Vermeidung von Sekundärinfektionen wird hierbei kontrovers diskutiert. Im seltenen Fall einer Beeinträchtigung des Allgemeinzustands des Patienten, wie beispielsweise Atemnot oder kardialer Symptomatik, sind jedoch Hospitalisierung und bildgebende Diagnostik klar angezeigt.

Schlagwörter: Luftemphysem, Parodontitistherapie, Pulverstrahlen, unerwünschtes Ereignis
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