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Parodontologie
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Parodontologie 21 (2010), Nr. 1     25. Feb. 2010
Parodontologie 21 (2010), Nr. 1  (25.02.2010)

Seite 45-55


Wieviel Recall braucht der Mensch?
Risikoorientierte unterstützende Parodontitistherapie
Eger, Thomas / Eickholz, Peter
Verschiedene Langzeitstudien mit parodontal behandelten Patienten haben in der Vergangenheit gezeigt, dass eine an die Behandlung anschließende dreimonatige unterstützende Parodontitistherapie (UPT), die aber auch längere Intervalle umfassen kann, vor weiterem parodontalen Gewebeverlust schützt. Die entsprechenden Zeiträume wurden zumeist passend zum Studienprotokoll festgelegt und nicht bezüglich ihrer Effektivität überprüft. Die Recallintervalle können für Patienten mit geringer parodontaler Vorschädigung und Anfälligkeit bis auf Abstände von einem Jahr erweitert werden. Patienten, die in einer Zahnarztpraxis umfangreich regulär nachuntersucht und behandelt werden, behalten oder entwickeln einen hohen Mundhygienestandard mit niedrigen Plaquewerten und schätzen den daraus resultierenden Vorteil des geringen Zahnverlustes. Mittels Risikofaktorenbestimmung ist die individuelle Bestimmung des ausreichenden UPT-Intervalls für viele Patienten empfehlenswert und ermöglicht damit auch in Zeiten angespannter wirtschaftlicher und zeitlicher Ressourcen das frühzeitige Erkennen von Parodontitisrezidiven und anderen Komplikationen. Zahnverlust durch Extraktion wird damit ein weitgehend kalkulierbares Risiko. Die Bestimmung des individuellen Parodontitisrisikos stellt ein Werkzeug dar, mit dem die unterstützende Parodontitistherapie strukturiert wird und dem Patienten verständlich gemacht werden kann.

Schlagwörter: Unterstützende Parodontitistherapie (UPT), Parodontitisprogressionsrisiko, Zahnverlust
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