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Parodontologie
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Parodontologie 20 (2009), Nr. 3     29. Aug. 2009
Parodontologie 20 (2009), Nr. 3  (29.08.2009)

Seite 237-258


Knochen- und Knochenersatzmaterialien
Welchen Stellenwert haben sie heute in der regenerativen Parodontitistherapie?
Christgau, Michael
Das ideale Ziel einer Parodontitistherapie ist die Regeneration der infolge des Entzündungsprozesses verloren gegangenen parodontalen Stützgewebe. In der Vergangenheit wurden hierfür unterschiedliche Therapiemethoden in der Literatur vorgeschlagen. Die Verwendung von Knochen- und Knochenersatzmaterialien zur Auffüllung parodontaler Defekte ist eine bei Zahnärzten beliebte und weit verbreitete Methode. Diese Maßnahmen können klinisch eine Reduktion der Sondierungstiefen und röntgenologisch eine sichtbare Defektauffüllung bewirken. Jedoch zeigten die meisten histologischen Studien, dass die alleinige Verwendung dieser Materialien zu keiner vorhersagbaren parodontalen Regeneration, sondern in der Regel zur Ausbildung eines langen Saumepithels führt. Aus heutiger Sicht dienen diese Materialien vielmehr als biokompatible Defektfüller, die der parodontalen Wunde eine mechanische Stabilität verleihen. Unter klinischen Bedingungen ist eine parodontale Regeneration derzeit nur mit zellokklusiven Membranen (GTR) oder Schmelzmatrixproteinen (EMD) möglich. Bei gefährdetem Raumerhalt scheint eine Kombination von GTR oder EMD mit Knochenmaterialien zu besseren Heilungsergebnissen zu führen, wenngleich der histologische Nachweis dieser Überlegenheit noch weitgehend aussteht. Ausgehend von der derzeitigen Datenlage wird die Verwendung von autogenem Knochen oder deproteinisiertem Rinderknochen favorisiert.

Schlagwörter: Parodontale Regeneration, parodontale Therapie/Chirurgie, intraossäre Defekte, Furkationsdefekte, Knochen, Knochenersatzmaterialien, gesteuerte Geweberegeneration, Schmelzmatrixproteine
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