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Parodontologie
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Parodontologie 18 (2007), Nr. 4     30. Nov. 2007
Parodontologie 18 (2007), Nr. 4  (30.11.2007)

Seite 377-386


Nachweis von Aggregatibacter actinomycetemcomitans und Porphyromonas gingivalis nach Parodontalbehandlung schwerer Parodontitisformen mit unterstützender systemischer Antibiose - Fünfjahresergebnisse
Weyer, Jochen / Rist, Alexandra / Gutsche, Gregor / Eger, Thomas
Von der Vielzahl subgingivaler Bakterienspezies weisen einige biochemische Eigenschaften auf, die für die Pathogenese entzündlicher Parodontalerkrankungen entscheidend sind. Alle molekularbiologischen Mechanismen, die Empfänglichkeit des Wirts, die Entzündungsbereitschaft und nicht erworbene Risikofaktoren sind genetisch bestimmt. Insgesamt hat die Mehrzahl aller Parodontitiden multifaktorielle Ursachen, wobei individuell ausgeprägte Risikofaktoren als Hauptursache angenommen werden können. Die mikrobiologische Diagnostik dient im Wesentlichen zur Auswahl einer auf die vorliegende Infektion abgestimmten Antibiotikatherapie. Im Rahmen der systematischen nichtchirurgischen Parodontalbehandlung wurden 289 Patienten (261 Männer, 28 Frauen) mit aggressiver (n = 139) oder generalisierter schwerer chronischer Parodontitis (n = 150) nach mikrobiologischem Erregernachweis zusätzlich zur nichtchirurgischen Parodontaltherapie unterstützend antibiotisch behandelt. Bei 19 % einer vormals mit Aggregatibacter actinomycetemcomitans (A. a.) assoziierten aggressiven und 24 % einer chronischen Parodontitis konnte postoperativ nach mehr als sechs Monaten A. a. erneut nachgewiesen werden; in der Folge kam es zu einem klinischen Rezidiv. Bei 12 % einer vormals mit Porphyromonas gingivalis (P. g.) assoziierten aggressiven und 29 % einer chronischen Parodontitis wurden spätere A.a.-Infektionen nachgewiesen, die ebenfalls mit einem klinischen Rezidiv verbunden waren, das umgehend therapiert wurde. P.g.-Nachweise waren - unabhängig vom Antibioseschema - in der Mehrheit der Fälle innerhalb von einem Jahr wieder positiv und ohne A.a.-Nachweis zu 7 % innerhalb von fünf Jahren mit einem Parodontitisrezidiv assoziiert. Eine mikrobiologische Diagnostik erweist sich in der klinischen Praxis nur dann als sinnvoll, wenn sich aus ihr bei Vorliegen eines lokalen Parodontitisrezidivs eine therapeutische Konsequenz ergibt und eine günstige Kosten-Nutzen-Relation gewahrt bleibt. Positive Nachweise von A. a. sind in allen Untersuchungsgruppen mit klinischen Rezidiven verbunden gewesen. Eine Elimination von P. g. war mit beiden systemischen Antibiotikaschemata nur in wenigen Fällen langfristig möglich.

Schlagwörter: Aggregatibacter actinomycetemcomitans, Porphyromonas gingivalis, aggressive Parodontitis, chronische Parodontitis, systemische Antibiotikatherapie
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