Wir verwenden Cookies, um für diese Website Funktionen wie z.B. Login, einen Warenkorb oder die Sprachwahl zu ermöglichen. Weiterhin nutzen wir für anonymisierte, statistische Auswertungen der Nutzung Google Analytics, welches Cookies setzt. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK, ich bin einverstanden Ich möchte keine Google Analytics-Cookies
Parodontologie
Login:
Benutzername:

Kennwort:

Plattform:

Kennwort vergessen?

Registrieren

Parodontologie 18 (2007), Nr. 1     20. Feb. 2007
Parodontologie 18 (2007), Nr. 1  (20.02.2007)

Seite 55-61


Plasmazellengingivitis mit Beteiligung der Gingiva, der Gaumenschleimhaut und der Stimmbänder
Patanwala, Alifya / Fisher, Edward W. / Chapple, Iain L. C.
Von der Plasmazellengingivitis nimmt man an, dass es sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion handelt. Die Krankheit befällt das gingivale Gewebe - normalerweise im oberen Frontzahnbereich -, wo sie sich klinisch in Form von diffusen erythematösen und papillären Läsionen der Gingiva manifestiert, die oft schon bei geringster traumatischer Einwirkung zu bluten beginnen. Die Ätiologie ist oft schwierig abzuklären. Die Krankheitszeichen können mit spezifischen Allergenen oder mit Neoplasien zusammenhängen, aber auch unbekannter Genese sein. In den letzten vier bis fünf Jahrzehnten wurde in der Literatur über zahlreiche Fälle berichtet, die mit den verschiedensten ätiologischen Faktoren in Zusammenhang gebracht wurden. Eine Zeitlang glaubte man, die Krankheit sei verschwunden, doch wurde später über das Auftreten weiterer Fälle berichtet. Bei dem hier beschriebenen Fall handelte es sich um den einer 41-jährigen Patientin, die wegen Zahnfleischblutens von ihrem Allgemeinzahnarzt an die Abteilung für Parodontologie überwiesen worden war. Sie wurde routinemäßig klinisch und labormedizinisch untersucht, wobei sich keine Unregelmäßigkeiten zeigten. Eine Gewebeprobe der Gaumenschleimhaut enthielt ein Plasmazelleninfiltrat. Bei der Patientin wurden in der Folge Epikutantests durchgeführt, um potenzielle Allergene identifizieren zu können; hierbei zeigte sich eine positive Reaktion auf Natriummetabisulfit, das in zahlreichen Reinigungsmitteln vorkommt, und auf Zimtaldehyd, das als Aromastoff in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Die Patientin entwickelte später Läsionen auf den Stimmbändern, die den oralen Läsionen sehr ähnlich waren. Es wurde vermutet, dass die Läsionen auf eine Exposition gegenüber einem Umweltallergen am Arbeitsplatz zurückzuführen waren (z. B. gegen einen Bestandteil eines Reinigungsmittels). Die Behandlung umfasste zunächst die systemische Gabe von Prednisolon in geringer Dosierung, gefolgt von inhalierbaren Steroiden und Prednisolonspülungen, wodurch es zu einer gewissen Verringerung der Symptome kam.

Schlagwörter: Überempfindlichkeitsreaktion, Stimmbänder, Plasmazellengingivitis
Volltext (keine Berechtigung) einzeln als PDF kaufen (20.00 €)Endnote-Export