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Parodontologie
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Parodontologie 30 (2019), No. 4     4. Nov. 2019
Parodontologie 30 (2019), No. 4  (04.11.2019)

Page 355-365, Language: German


Die Zahnzahl in einer parodontologischen Fachzahnarztpraxis ausgewertet über zwölf Jahre
Topoll, Benedikt / Samietz, Stefanie E. / Soehnel, Andreas / Topoll, Heinz H.
Ziel: Beurteilung des Einflusses eines parodontologisch ausgerichteten Praxiskonzeptes auf die altersspezifische Zahnzahl, ausgewertet zu verschiedenen Zeitpunkten.
Material und Methoden: Es wurden drei Datenerhebungen zur Zahnzahl mit jeweils sechs Jahren Abstand (2005, 2011 und 2017) in einer parodontologischen Fachzahnarztpraxis durchgeführt. Mit der zusätzlichen Erhebung der Kovariablen Bildungsniveau, Putzverhalten, Rauchgewohnheit und Geschlecht wurden mögliche Einflussfaktoren analysiert. Die Patienten wurden ab dem zwanzigsten Lebensjahr in elf (2005) bzw. zwölf (2011 und 2017) Altersgruppen in Fünf-Jahres-Inkrementen eingeteilt. Insgesamt wurden Daten von 1.188 Patienten ausgewertet.
Ergebnisse: Bei dem Vergleich der altersspezifischen Zahnzahlen zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Jahren 2011 und 2017. Ein Vergleich dieser kumulierten Werte mit 2005 zeigt einen Anstieg der Zahnzahlen in insgesamt sechs Altersgruppen. Die Unterschiede waren in den Gruppen von 60 bis 74 Jahren statistisch signifikant. Im deskriptiven Vergleich zu den Daten der DMS IV und V (Vierte und Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie) wiesen die Patienten der Fachzahnarztpraxis höhere Zahnzahlen in den Gruppen der 65- bis 74-Jährigen auf. Während 2005 noch deutliche Unterschiede in den Zahnzahlen im Vergleich zu den Untersuchungen in Jönköping/Schweden bestanden, glichen sich diese 2011 und 2017 an. Kein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Zahnzahlen wurde zwischen Rauchern/Nichtrauchern, Frauen/Männern bzw. bei Patienten mit zweimal oder weniger täglicher Mundhygiene beobachtet.
Schlussfolgerungen: Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein auf die Ursachen ausgerichtetes zahnärztliches Behandlungskonzept zu einem hohen Zahnerhalt führt. Ein anschließendes befundorientiertes Nachsorgeprogramm scheint Unterschiede in den Zahnzahlen von Männern/Frauen, Rauchern/Nichtrauchern und Patienten mit unterschiedlichem Putzverhalten auszugleichen.

Keywords: altersspezifische Zahnzahl, parodontologisches Praxiskonzept, Rauchen und Zahnverlust, Mundhygieneverhalten und Zahnverlust, Geschlecht und Zahnverlust