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Parodontologie
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Parodontologie 29 (2018), Nr. 3     22. Aug. 2018
Parodontologie 29 (2018), Nr. 3  (22.08.2018)

Seite 281-291


Einfluss residualer Sondierungstiefen auf Zahnverlust nach PA-Therapie
Eine retrospektive Untersuchung
Merwart, Moritz / Zeidler, Anna-Kristina / Eickholz, Peter / Dannewitz, Bettina
Ein Ziel aktiver Parodontitistherapie (APT) ist die Elimination tiefer Taschen. Residuale Sondierungstiefen (ST) nach APT sind ein Risikofaktor für weiteren Attachmentverlust und langfristig für Zahnverlust. In der vorliegenden Untersuchung wurde dieser Einfluss zusätzlich für unterschiedliche Zahntypen (Frontzähne, Prämolaren und Molaren) bewertet. Für diese retrospektive Kohortenstudie wurden insgesamt 132 Patienten (3.445 Zähne) rekrutiert, bei denen am Universitätsklinikum Heidelberg eine systematische Parodontitistherapie durchgeführt wurde und ein Nachuntersuchungszeitraum von mindestens zehn Jahren vorlag. Nach Abschluss der APT wurden die Patienten in eine regelmäßige und strukturierte unterstützende Parodontitistherapie (UPT/Recall) eingegliedert. Im Verlauf der UPT musste bei knapp einem Drittel der Patienten eine generalisierte Rezidivtherapie im Sinne einer erneuten APT durchgeführt werden. Zahn- und stellenspezifisch wurde der Einfluss der Taschentiefen auf Zahnverlust im Nachuntersuchungszeitraum nach Abschluss der aktiven Parodontitistherapie/Beginn des Recalls (T1) bis zur letzten Recallsitzung (T2) ausgewertet. Die Regressionsanalyse zeigte, dass erhöhte ST nach Abschluss der APT stark mit Zahnverlust im Recall assoziiert sind. Am deutlichsten steigt das Risiko für Zähne mit Sondierungstiefen von 7 mm und mehr. Im Vergleich zu Frontzähnen und Prämolaren war die Zahnverlustrate von Molaren in allen Kategorien der Sondierungstiefe signifikant höher. Das Vorgehen bei residualen ST nach APT muss abhängig vom Zahntyp, patientenspezifischen Faktoren sowie den Vorstellungen und Versorgungsnotwendigkeiten des Patienten individuell abgewogen werden. Ein abwartendes Konzept in Kombination mit effektiver und regelmäßiger UPT kann bei lokalisierten ST bis 6 mm an Frontzähnen und Prämolaren fallabhängig erwogen werden, sollte jedoch a priori nicht angestrebt und nicht als Therapieerfolg verstanden werden.

Schlagwörter: Zahnverlust, Zahntyp, residuale Sondierungstiefen, aktive Parodontitistherapie, unterstützende Parodontitistherapie (UPT), Recall
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