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Parodontologie
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Parodontologie 29 (2018), Nr. 3     22. Aug. 2018
Parodontologie 29 (2018), Nr. 3  (22.08.2018)

Seite 227-237


Nichtchirurgische Parodontaltherapie
Auswirkungen systemischer Antibiotika und eines bewusstseinsbildenden Tabakentwöhnungskonzeptes
Eger, Thomas / Wörner, Felix / Brinkmann, Anja / Göller, Thomas / Raffel, Bernhard / Kasaj, Adrian
Das primäre Ziel dieser Pilotstudie war es, den Effekt eines Tabakentwöhnungsprogramms während einer nichtchirurgischen Parodontaltherapie (FMDSRP) aufgrund einer chronischen Parodontitis zu bewerten, denn ein Hauptrisikofaktor für die Entwicklung einer chronischen Parodontitis ist das Rauchen, meist von Zigaretten. Das Tabakentwöhnungsprogramm beinhaltete bewusstseinsbildende Aufklärung und Motivation in sechs bis acht Behandlungssitzungen. Sekundäres Ziel war es, den Effekt einer systemischen Antibiotikatherapie auf die nichtchirurgische Parodontaltherapie im Vergleich von Nichtrauchern und Rauchern zu bestimmen.
Material und Methoden: Im Falle einer klinischen Indikation für eine das FMDSRP begleitende systemische Antibiose zur Reduktion von Aggregatibacter actinomycetemcomitans erfolgte diese mit Amoxicillin (3 x 500 mg/Tag) + Metronidazol (3 x 400 mg/Tag) bei 18 Patienten für sieben Tage; im Falle eines Nachweises von Porphyromonas gingivalis und Tannerella forsythia erfolgte eine Antibiose mit Azithromycin (1 x 500 mg/Tag) für drei Tage bei 26 Patienten oder Metronidazol (3 x 400 mg/Tag) bei 15 Patienten für zehn Tage. Jeweils im Abstand von sechs bis zwölf Wochen erfolgten weitere Behandlungssitzungen im Rahmen der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) bis keine blutenden Sondierungstiefen (ST) > 6 mm bestanden. Anschließend wurde die UPT in Abständen von drei Monaten bis zur Abschlussuntersuchung ein Jahr nach FMDSRP fortgeführt.
Ergebnisse: Je 57 Raucher (R) und Nichtraucher (NR, Durchschnittsalter 48 ± 8 Jahre, absolvierten die nichtchirurgische Parodontaltherapie (Sitzungen 1-3). 51 R und 50 NR (davon sieben ehemalige R) schlossen die Studie nach einem Jahr ab. Sieben R waren nach einem Jahr rauchfrei (RF: 14 %). Die Reduktion der tiefen Zahnfleischtaschen war in der Gruppe RF mit 87 % höher als bei NR (75 %) und R (73 %). Bei Studienende bestanden keine Unterschiede bezüglich der klinischen Untersuchungsparameter Bluten nach Sondieren, moderaten ST und der Reduktion des Plaque-Control-Records zwischen den Gruppen. Die Cotininspiegelbestimmung bei Studienende bestätigte die Tabakentwöhnung bei NR- und RF-Patienten.
Schlussfolgerungen: Bei Rauchern, Nichtrauchern sowie aktuell tabakentwöhnten Patienten war die Therapie, unabhängig von den unterschiedlichen systemischen Antibiotikatherapien, im einjährigen Untersuchungszeitraum erfolgreich.

Schlagwörter: Parodontitis, Tabakentwöhnung, nichtchirurgische Parodontaltherapie, systemische Antibiotika
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