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Parodontologie
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Parodontologie 29 (2018), Nr. 2     9. Mai 2018
Parodontologie 29 (2018), Nr. 2  (09.05.2018)

Seite 115-126


Wenn die Zahnhälse frei liegen!
Ätiologie und Diagnostik fazialer/oraler Rezessionen
Eickholz, Peter / Dannewitz, Bettina
Faziale/orale Rezessionen bezeichnen Attachmentverluste und Knochenabbau rein fazial und/oder oral bei intaktem oder reduziertem approximalen Gewebe. Sie können zu einer Beeinträchtigung der Ästhetik, zu Dentinhypersensibilität, Plaqueakkumulation, zur Entwicklung von Karies und/oder von nichtkariösen, zervikalen Defekten (non-carious cervical lesion; NCCL), zu endodontischen Komplikationen, zu gingivaler Entzündung und zu parodontalen Attachmentverlusten führen. Während zirkuläre (faziale, orale und approximale) Rezessionen in den allermeisten Fällen infolge einer Gewebezerstörung durch Parodontitis auftreten, können in der Pathogenese der fazialen/oralen Rezessionen auslösende (Traumata) und prädisponierende pathogenetische Faktoren unterschieden werden. Bei Erhebung eines kompletten Parodontalstatus werden die Rezessionstiefen unmittelbar als Distanz zwischen Schmelz-Zement-Grenze und Gingivarand oder mittelbar als Differenz aus Attachmentlevel und Sondierungstiefe erfasst und dokumentiert. Zur Erfassung weiterer Charakteristika der Rezessionen und Befunde der mukogingivalen Weichgewebe werden zusätzliche Parameter erhoben (Rezessionsbreite, Breite der keratinisierten/befestigten Gingiva). In der Literatur werden verschiedene Klassifikationen zu gingivalen Rezessionen beschrieben, welche die Lagebeziehung zur mukogingivalen Grenze, die knöcherne und weichgewebliche Situation in den benachbarten Interdentalbereichen sowie die Zahnstellung oder Defekte der Zahnhartsubstanz im Bereich der Schmelz-Zement-Grenze berücksichtigen. Kiefermodelle eignen sich sehr gut zur Dokumentation von Rezessionsbefunden. Vor allem bei fazialen Rezessionen stellen klinische Fotos wesentliche dokumentarische Unterlagen dar. Diese Unterlagen sind auch bedeutsam und hilfreich, um dem Patienten im Falle einer Verlaufskontrolle oder nach einer Therapie (chirurgische Rezessionsdeckung) die Stabilität bzw. Verbesserung der mukogingivalen Verhältnisse darstellen zu können.

Schlagwörter: Trauma, Phänotyp der Gingiva-, prädisponierende/auslösende Faktoren, Rezessionstiefe, Rezessionsbreite, keratinisierte/befestigte Gingiva
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