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Parodontologie
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Parodontologie 29 (2018), Nr. 2     9. Mai 2018
Parodontologie 29 (2018), Nr. 2  (09.05.2018)

Seite 177-181


NETosis: aktuelle Erkenntnisse zu leukozytären Abwehrfunktionen bei Parodontitis
Statement des Masterkurses "Parodontologie und Implantattherapie" der DG PARO und DIU
Michaelis, Malte / Keim, David / Beschow, Volker / Hahn, Florian / Hribar, Markus / Pausch, Tobias / Staufer, Sebastian / Herrmann, Jens M.
Extrazelluläre Netze der Granulozyten (Neutrophil extracellular traps; NETs) wurden 2004 erstmalig von Brinkmann aus der MPI-Arbeitsgruppe von Zychlinsky bei aktivierten Zellen beschrieben. Diese Zellen schleuderten entwundenes Kernmaterial (DNA in Strang- oder Netzform) besetzt mit bakteriziden Produkten nach außen und interagierten mit den umgebenden Bakterien. Der Vorgang wurde seinerzeit, ausgehend von nukleärer DNA assoziiert mit spezifischen bakteriziden Granulaproteinen bzw. -enzymen (Elastase, LL-37 etc.), als "suizidale NETosis" bezeichnet. Wenn reichlich Kernmaterial und bakterizide Komponenten unter Zerstörung der Membran nach extrazellulär katapultiert wurden, gingen die Granulozyten daran zugrunde. Bei partiellem DNA-Verlust oder Einbeziehung mitochondrialen Chromatins kommt es hingegen zur "vitalen NETosis". Die mit bakteriziden Granulaprodukten behafteten filamentären DNA-Stränge sind jeweils in der Lage, eine Disseminierung von Bakterien, Degradation von Partikeln oder Virulenzfaktoren sowie die Abtötung von Antigenen wie Bakterien und Pilzen auszulösen. Weitestgehend unklar bleibt der Aktivierungs- bzw. Signalweg zur Differenzierung von welcher intrazellulären Quelle die freigesetzte DNA stammt. Die Rolle der Netzbildung (NETosis) im Rahmen der Pathogenese der Parodontitis wird diskutiert. Bemerkenswert sind vor allem die Nachaussenkehrung (typischerweise intrazellulärer bzw. intraphagolysosomaler) bakterizider Stoffe und Funktionen, die zu kollateralen Schäden an Wirtszellen und -geweben beitragen.

Schlagwörter: NET, NETosis, Leukozyten, Parodontitis, NADPH
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