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Parodontologie 28 (2017), Nr. 4     22. Nov. 2017
Parodontologie 28 (2017), Nr. 4  (22.11.2017)

Seite 399-408


Stellenwert von Omega-3-Fettsäuren in der Prävention und Therapie der Parodontitis
Jentsch, Holger / Richter, Volker / Hamm, Michael
Langkettige Omega-3-Fettsäuren wie Eikosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) haben ausgeprägte antiinflammatorische und entzündungsauflösende Effekte. Sie wirken somit verschiedenen chronisch-entzündlichen Erkrankungen, auch der Parodontitis, entgegen. Epidemiologische Querschnittsstudien zeigen umgekehrte Assoziationen zwischen der Aufnahme von langkettigen Omega-3-Fettsäuren mit der Nahrung und der Prävalenz der Parodontitis. Experimentelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass endogen aus EPA und DHA synthetisierte entzündungsauflösende Lipidmediatoren, wie Resolvine, der Gewebezerstörung und dem Knochenabbau im Parodontium entgegenwirken. Klinische Studien legen günstige Effekte einer Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren bei Parodontitispatienten nahe. Es lässt sich schlussfolgern, dass eine optimale Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren für die Prävention der Parodontitis wichtig ist. Somit können Omega-3-Fettsäuren adjuvant auch in der Parodontitistherapie bedeutsam sein.

Schlagwörter: Omega-3-Fettsäuren, Resolvine, Eikosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA), Entzündung, Parodontitis
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