Parodontologie
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Parodontologie 28 (2017), Nr. 3     22. Aug. 2017
Parodontologie 28 (2017), Nr. 3  (22.08.2017)

Seite 233-239


Gibt es belastbare Evidenz für den medizinischen Nutzen regelmäßiger unterstützender Parodontitistherapie?
Eine Auseinandersetzung mit der vorläufigen Nutzenbewertung des IQWiG
Eickholz, Peter / Dannewitz, Bettina
Auf Anregung der Patientenvertreter wurden im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) vier Fragestellungen formuliert, welche in einer Nutzenbewertung vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bearbeitet werden sollten, die jetzt in einer vorläufigen Form vorliegt (Vorbericht). Für die strukturierte Nachsorge (unterstützende Parodontitistherapie - UPT) im Rahmen einer Parodontitistherapie konnte das IQWiG aufgrund fehlender "Primärstudien" keinen Nutzen erkennen. Aber unzweifelhaft gibt es Evidenz für den Nutzen der UPT. Die im Vorbericht getroffene Aussage, dass zu Fragestellung 4 - strukturierte Nachsorge - aktuell keine strukturierte Übersicht (SÜ) vorliegt, ist falsch. Unter Einbeziehung von 7 retrospektiven Kohortenstudien und einer prospektiven klinischen Studie zeigt eine Metaanalyse einen statistisch signifikanten Nutzen regelmäßiger UPT gegenüber unregelmäßiger UPT für den patientenrelevanten Endpunkt "Zahnverlust". Dies zu leugnen ist absurd und fahrlässig. Den Diskurs über die Bewertung der Belastbarkeit dieser Evidenz gilt es, im Interesse unserer Patienten, zu führen.

Schlagwörter: Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), strukturierte Nachsorge (unterstützende Parodontitistherapie - UPT), randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
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