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Parodontologie
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Parodontologie 27 (2016), Nr. 4     15. Nov. 2016
Parodontologie 27 (2016), Nr. 4  (15.11.2016)

Seite 441-448


Periimplantäre Erkrankungen - Diagnostik und Epidemiologie
Buset, Sabrina / Zitzmann, Nicola U.
Die periimplantäre Mukositis und die Periimplantitis sind multifaktorielle Infektionskrankheiten, bedingt durch eine andauernde bzw. wiederholte Biofilmexposition. Die Behandlung der auf die Weichgewebe limitierten Mukositis, kann eine Progression der Entzündungsvorgänge zur Periimplantitis mit progressivem Knochenabbau verhindern. Dies erfordert eine frühzeitige Diagnose, die durch die Kombination der klinischen Befunde Bluten auf Sondieren und/oder Suppuration in Kombination mit der radiologischen Analyse erfolgt. Durch meist geringe Probandenzahlen und Diskrepanzen hinsichtlich der Funktionsdauer der Implantate und variierender Definitionen der Erkrankung, müssen epidemiologische Daten unter Berücksichtigung dieser Limitationen interpretiert werden. Aktuelle Werte zeigen für periimplantäre Mukositiden eine Prävalenz von ca. 43 % der Patienten, während die Periimplantitis ca. 22 % der Patienten betrifft. Risiken für entzündlich bedingte periimplantäre Erkrankungen bestehen insbesondere bei vorausgegangener aggressiver Parodontitis und/oder bei nicht erfolgreich therapierter parodontaler Erkrankung mit erhöhten Restsondierungstiefen. Lokale, die Biofilmbildung begünstigende Faktoren, wie Zementreste, der Hygiene nicht zugängige Rekonstruktionen oder mobile Mukosa bei fehlender marginaler Keratinisierung sowie systemische Faktoren (Tabakkonsum und Diabetes), tragen zu einem erhöhten Risiko bei. Eine regelmäßige, umfassende Evaluation der parodontalen und periimplantären Gewebe kann das Risiko der Erkrankung reduzieren und sollte präventive Maßnahmen beinhalten.

Schlagwörter: periimplantäre Erkrankung, periimplantäre Mukositis, Periimplantitis, Parodontitis, Diagnostik, Prävalenz
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