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Parodontologie
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Parodontologie 27 (2016), Nr. 2     30. Mai 2016
Parodontologie 27 (2016), Nr. 2  (30.05.2016)

Seite 149-155


Adjuvante systemische Antibiotika in der Parodontitistherapie
Das Konzept Göteborg am Fallbeispiel
Schaller, Dennis
Der vorliegende Fallbericht beschreibt die antiinfektiöse Parodontitistherapie nach dem Konzept Göteborg. Eine 43-jährige Patientin erhielt die Diagnose generalisierte, moderate, chronische Parodontitis. Die mittlere Sondierungstiefe betrug 4,7 mm. Der Attachmentverlust lag zwischen 3 und 5 mm. Acht Zähne wiesen parodontale Sondierungswerte ≥ 7 mm auf. Entsprechend dem Behandlungskonzept in Göteborg wurde primär auf mikrobiologische Diagnostik sowie den Einsatz adjuvanter Antibiotika verzichtet. Die Therapiemaßnahmen umfassten die nicht-chirurgische Depuration der Wurzeloberflächen sowie eine Optimierung der häuslichen Mundhygiene. Bei Evaluation nach drei Monaten fanden sich bei guter Patientencompliance ausschließlich Sondierungstiefen < 5 mm. Messstellen mit Sondierungstiefe = 4 mm und Blutung wurden vor Abschluss der antiinfektiösen Behandlungsphase reinstrumentiert. Adjuvante Antibiotika zur Therapieergänzung waren nicht indiziert. Heute verfügbare klinische und mikrobiologische Parameter eignen sich nicht zur prätherapeutischen Identifikation von Patienten, die maßgeblich von adjuvanten Antibiotika profitieren. Aus diesem Grund verschiebt das Konzept Göteborg die Entscheidung über adjuvante systemische Antibiotika auf den Zeitpunkt der Evaluation. Dieses Vorgehen beschränkt die Antibiotikaverordnung ausschließlich auf Patienten, die nicht ausreichend auf die rein mechanische Therapie ansprechen. Bei initial ausbleibendem Heilungserfolg kann die nicht-chirurgische Therapieergänzung unter spezifischer, antibiotischer Begleitung vorgenommen werden, hohe Patientencompliance und vollständige Wurzelreinigung vorausgesetzt.

Schlagwörter: adjuvantes Antibiotikum, nicht-chirurgische Parodontitistherapie, antiinfektiöse Therapie, personalisierte Medizin
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