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Parodontologie
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Parodontologie 26 (2015), Nr. 3     20. Okt. 2015
Parodontologie 26 (2015), Nr. 3  (20.10.2015)

Seite 295-305


Parodontale Diagnostik und ihre therapeutische Relevanz
Eickholz, Peter
Das Sammeln klinischer Informationen kostet Zeit und verursacht in manchen Fällen den Patienten Missempfindungen. Auf jeden Fall kostet Diagnostik Geld, egal ob ein Patient gesetzlich oder privat versichert ist. Dem Aufwand, den Unannehmlichkeiten und den Kosten der Erhebung klinischer Informationen muss deshalb ein Nutzen gegenüberstehen, d. h. eine Entscheidung für die weitere Betreuung des Patienten muss davon abhängen. Bestimmte Befunde bzw. das Überschreiten bestimmter Schwellenwerte haben entsprechende Therapiemaßnahmen zur Folge. Wenn bestimmte Befunde Indikationen für bestimmte Therapien sind, ist die Erhebung dieser Befunde nach erfolgter Therapie sinnvoll und notwendig, um den Erfolg dieser Therapie zu beurteilen. Schließlich kann sich das biologische System Mundhöhle bzw. Parodont im Laufe der Zeit verändern. So kann sich die Wirtsabwehr verschlechtern, weil ein Patient stark zunimmt (Übergewicht), sie kann sich verbessern, wenn ein Raucher den Nikotinkonsum verringert oder ganz einstellt. Deshalb ist es sinnvoll, die parodontalen Befunde regelmäßig (mindestens einmal pro Jahr) im Rahmen der Früherkennung (Parodontaler Screening Index: PSI) oder der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) in Form eines Parodontalstatus zu kontrollieren. Die klinischen Symptome früher Stadien der Parodontitis (Sondierungstiefen, Attachmentlevel) gelten als Kriterien für einen Behandlungsbedarf. Diese althergebrachten und relativ einfach zu erhebenden Parameter haben deshalb bisher hohe therapeutische Relevanz und stellen die parodontale Standarddiagnostik dar. Weiterführende diagnostische Tests, wie der Interleukin-1-Polymorphismustest, können unter bestimmten Umständen (UPT) einen Beitrag zur Bestimmung des individuellen Parodontitisrisikos (periodontal risk assessment: PRA) und so zur Festlegung des UPT-Intervalls leisten. Für Zahnärzte ist durch den aktivierte Matrix-Metalloproteinase- 8-Test derzeit kein Nutzen zu erkennen.

Schlagwörter: parodontale Diagnostik, Sondierungstiefe, Attachmentverlust, IL-1-Polymorphismustest, aMMP-8-Test
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