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Parodontologie
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Parodontologie 25 (2014), Nr. 2     9. Juni 2014
Parodontologie 25 (2014), Nr. 2  (09.06.2014)

Seite 123-135


Mikrobiologie periimplantärer Erkrankungen
Eine Übersichtsarbeit
Iniesta, Margarita / Herrera, David
Bei der Insertion in die Mundhöhle werden Implantate gegenüber oralen Biofilmen exponiert und von zahlreichen unterschiedlichen Mikroorganismen, die in Biofilmen organisiert sind, besiedelt. Deshalb können die periimplantären Gewebe Erkrankungen ausgesetzt sein, die jenen mit Biofilmen assoziierten und durch Bakterien auf der Zahnoberfläche verursachten Erkrankungen parodontaler Gewebe ähneln. In diesem Beitrag wird die mikrobiologische Evidenz für die infektiöse Genese der periimplantären Erkrankungen vorgestellt. Die mikrobiologischen Eigenschaften der periimplantären Mukositis werden beschrieben und es wird der Versuch unternommen, einen Vergleich mit jenen der Gingivitis zu ziehen. Die mikrobiologischen Eigenschaften der Periimplantitis werden beschrieben und es wird der Versuch unternommen, einen Vergleich mit denen der Parodontitis zu ziehen. In Bezug auf das erste Ziel ist eindeutig, dass sich die Zusammensetzung der Mikroflora an infizierten Implantaten deutlich von der an gesunden Implantaten unterscheidet. Erstere ist durch eine große Anzahl von Spirochäten und gramnegativen anaeroben Spezies gekennzeichnet. In Bezug auf das zweite Ziel wurden die Ähnlichkeiten der Gingivitis und der periimplantären Mukositis untersucht. In dieser Hinsicht sind die mikrobiologischen Daten unzureichend, doch scheint sich das Verhalten der gingivalen und der periimplantären Gewebe nach der Akkumulation eines Biofilms zu ähneln, was in beiden Fällen zu einem ähnlichen Entzündungsgrad führt. In Bezug auf das dritte Ziel, die Untersuchung der Gemeinsamkeiten zwischen Parodontitis und Periimplantitis, wurde beobachtet, dass dieselben Bakterienarten, die auch in erheblichem Umfang mit Parodontitis assoziiert sind (Aggregatibacter actinomycetemcomitans, Porphyromonas gingivalis und Tannerella forsythia), auch häufig mit Periimplantitis assoziiert sind. Darüber hinaus sind die Bakterien des orangen Komplexes häufig vorhanden. Doch wurden bei Periimplantitis auch oft andere Mikroorganismen nachgewiesen, was nahelegt, dass sie als periimplantäre Pathogene eine Rolle spielen. Dazu gehören Staphylokokken, coliforme Bakterien und Candida-Arten. Die vorliegende Übersicht weist nach, dass sich die mikrobiologischen Befunde gesunder periimplantärer Gewebe erheblich von den Befunden an Implantaten mit periimplantären Erkrankungen unterscheiden. Der Vergleich der gingivitisassoziierten Mikroflora mit der Mikroflora bei periimplantärer Mukositis ist schwieriger zu ziehen, da hierzu wenig relevante Studien vorliegen. Die parodontitis- und die periimplantitisassoziierte Mikroflora haben viele Gemeinsamkeiten, doch können Fälle von Periimplantitis auch eine völlig andere Mikroflora aufweisen, die eine engere Verwandtschaft zu Infektionen bei anderen implantierten Medizinprodukten hat als zur Parodontitis.

Schlagwörter: periimplantäre Mukositis, Periimplantitis, Gingivitis, Parodontitis, Mikrobiologie
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