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Parodontologie
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Parodontologie 24 (2013), Nr. 3     2. Sep. 2013
Parodontologie 24 (2013), Nr. 3  (02.09.2013)

Seite 235-241


Stress und gingivale Entzündung
Deinzer, Renate
Psychischer Stress wird immer wieder als möglicher Risikofaktor parodontaler Erkrankungen diskutiert. Sowohl Humanuntersuchungen als auch Tierexperimente deuten darauf hin, dass psychische Belastungen die Integrität des Parodontiums beeinträchtigen können. Allerdings ist es methodisch nicht unproblematisch, solche Zusammenhänge beim Menschen im kontrollierten prospektiven Design zu untersuchen. Einfacher ist es, Auswirkungen psychischer Belastungen auf Gingivitiden zu analysieren. Die chronische Gingivitis gilt dabei als Vorläufer der Parodontitis. Ein Verständnis psychischer Wirkungen auf Gingivitiden kann so auch Hinweise auf mögliche Wirkungen auf das Parodontium insgesamt liefern. Stresswirkungen können über verschiedene Wege vermittelt sein. Hierzu gehören ein verändertes Mundhygieneverhalten, eine vermehrte Exposition gegenüber exogenen Noxen, wie z. B. Nikotin, und eine veränderte Immunregulation des Wirts. Der vorliegende Artikel fasst Ergebnisse eigener und fremder Studien zu diesen unterschiedlichen Vermittlungswegen zusammen. Es zeigt sich, dass psychische Belastungen tatsächlich auf allen drei genannten Ebenen Wirkung hinterlassen. Hervorzuheben sind dabei insbesondere die deutlichen Auswirkungen auf immunologischer Ebene. Bei der Analyse dieser Wirkungen zeigt sich allerdings auch die Komplexität des Geschehens, sind doch die Stresswirkungen bei chronischer und experimenteller Gingivitis nicht unmittelbar miteinander vergleichbar. Auch wenn sich allgemein die Hinweise verdichten, dass psychischer Stress Einfluss auf die parodontale Integrität nehmen kann, bedarf es weiterer umfassender Forschung, um die Mechanismen dieser Einflussnahme genauer zu verstehen und daraus ggf. auch klinische Konsequenzen abzuleiten.

Schlagwörter: Gingivitis, Stress, Psychologie, Interleukine, Mundhygiene
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