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Parodontologie
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Parodontologie 24 (2013), Nr. 2     28. Juni 2013
Parodontologie 24 (2013), Nr. 2  (28.06.2013)

Seite 151-161


Mechanische, chemische und lasertechnische Behandlungen für Implantatoberflächen bei marginalem Knochenabbau
Meyle, Jörg
Studienzweck: Gegenstand dieser Übersichtsarbeit ist die aktuelle Beweislage zur Dekontamination von Implantatoberflächen mit mechanischen, chemischen und physikalischen Methoden bei Vorliegen von marginalem Knochenabbau infolge von periimplantären Infektionen. Material und Methode: In der Datenbank PubMed wurden Studien und sonstige Publikationen zu den Themen "periimplantitis", "treatment", "surface decontamination", "laser application", "air-abrasive treatment" und "photodynamic therapy" recherchiert. Zur weiteren Auswertung gelangten ausschließlich Studien in begutachteten internationalen Journalen unter Ausschluss von Fallbeschreibungen. Resultate: Es wurden diverse Behandlungsansätze mit mechanischen Hilfsmitteln, Antiseptika, Pulverstrahlgeräten, Photosensibilisatoren und Lasergeräten identifiziert. Wattepellets mit Kochsalzlösung erscheinen zur Reinigung mikrorauer Oberflächen ausreichend, zumal Pulverstrahlbehandlungen von infizierten Oberflächen ebenso wie der Einsatz von Kochsalzlösung plus Zitronensäure oder mit Chlorhexidin getränkten Gazestücken in experimentellen Studien ähnliche Resultate erbracht haben. Photodynamische Therapien dezimieren wirksam Keime an Implantatoberflächen, liefern jedoch keinen bekannten klinischen Nutzen. CO2-Laser bewirken einen risikobehafteten Temperaturanstieg an der Implantatoberfläche. Er:YAG-Lasern werden die besten Eigenschaften zur Dekontamination von Implantatoberflächen zugeschrieben. In vivo zeigte sich keine dieser Dekontaminationsmethoden für Implantatoberflächen (chemische Agenzien, Pulverstrahl- oder Lasergeräte) den anderen als überlegen. In diversen Tierversuchen führte eine gründliche Reinigung infizierter Implantatoberflächen mit nachfolgender Insertion in frisch präparierte Lager zur Reosseointegration. Kontrollierte klinische Studien mit Nachweis einer Reosseointegration bei Patienten liegen bislang nicht vor. Schlussfolgerung: Kochsalzlösung zum Spülen oder auf getränkten Wattepellets sowie Pulverstrahlbehandlungen scheinen funktionierende Varianten zum Dekontaminieren infizierter Implantatoberflächen darzustellen. Lasertechniken zum Dekontaminieren verbessern nicht die Einheilergebnisse, und nichtoperative Behandlungen der Periimplantitis an Implantaten führen zu keinen erfolgreichen Resultaten.

Interessenkonflikt: Der Autor gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht. Finanziert wurde die Studie vom Autor und vom Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Gießen.

Schlagwörter: Pulverstrahlbehandlung, Antibiotika, Antiseptika, Dekontamination, Er:YAG-Laser, Implantatoberfläche, nichtoperative Parodontaltherapie, Osseointegration, Periimplantitis, periimplantäre Mukositis, Parodontalchirurgie, Übersichtsarbeit, Oberflächenchemie
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